40qm

Eine Wohnung, ein Wohnraum, ein Zimmer, 40 qm. Um es genau zu nehmen ist es noch weniger Platz wenn man den großzügig bemessenen Balkon von 6 qm abzieht, den kann man im Winter sowieso nicht benutzen. Und das Ganze ist dann für zwei Personen. An sich jetzt nicht vergleichbar mit noch kleineren Wohnungen doch ab und zu stößt unser Zuhause an seine Grenzen.

Party – Besuch. Am besten in hoher Zahl, sagen wir mal 20 Gäste (!). Gläser und Getränke sind genug vorhanden aber die Sitzmöglichkeiten sind eher knapp. Also: die Gäste müssen aufgeräumt werden: Mindestens drei sollten jetzt Lust haben es sich auf dem Bett gemütlich zu machen. Drei weitere sitzen auf der Bettkante und auf dem Schreibtischstuhl. Es gibt vier Stühle für den Esstisch plus einen, den haben wir geschenkt bekommen. Drei Menschen passen in die Küche (die besten Parties sind immer in der Küche sagt man ja). Die begehrtesten Plätze sind logischerweise jedoch auf dem Sofa. Diese sind ebenfalls limitiert. Dann noch der Lesestuhl und der Platz an der Heizung macht zusammen genau 18 Plätze. Wenn man bedenkt das mindestens ein Gast auf der Toilette oder zumindest auf dem Weg dorthin ist dann macht das nur einen Platz zu wenig! Dieser Gast muss dann eben gezwungenermaßen auf den Balkon zum Rauchen, das lässt sich nicht vermeiden.

Eine weiter Herausforderung für uns als Gastgeber aber auch für die Gäste ist das Übernachten zu Zahlen über 3. Ich zähle einmal auf: Zwei bis maximal drei Gäste passen auf das ausgezogene Sofa. Eine Gästematratze, aus dem Keller, inkl knisternde Schutzfolie, bietet einen weiteren Platz. Noch mehr Gäste müssten dann mit Isomatten unter dem Tisch, auf dem Flur oder in der Badewanne vorlieb nehmen. Familienmitglieder müssen dann schon mal enger zusammenrücken.

Der Schlafplatz an sich ist also geklärt. Als nächstes wollten Gastgeber ihren Gästen auch ein reichhaltiges gemeinsames Frühstück kredenzen. Also: das Sofa muss eingeklappt, die Matratze in dem Keller getragen und die Schlafsäcke eingerollt werden. Ansonsten gibt es keinen Platz für den ausgefahrenen Esstisch mit sämtlichen Stühlen und ähnlichem. Vor dem Essen muss aber noch das Geschirr des Vorabends abgespült werden, denn so viele Teller haben wir auch nicht. Dazu zwei Kannen Kaffee.

Nach dem Essen wird geduscht. Das kann bei mehreren Gästen sich auch ein bisschen in die Länge ziehen. Einer duscht, zwei spülen das Geschirr, der Rest wartet bis er/sie ins Bad kommt. Sind dann alle Gäste mit Frühstück, Dusche, Handtuch, Internetzugang und Liebe ausgestattet geht’s ab in die Stadt. Denn irgendwann braucht der Mensch wieder Platz!

Ich liebe es Gäste zu haben! Ich liebe es den Aufwand von Spülen, Räumen, und aus dem Weg gehen auf mich zu nehmen! Denn: Das gehört halt so und wenn’s die Gäste nicht stört, wenn interessiert’s?

Wer ist unser nächster Gast? Ihr seid willkommen!

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