Bitte lächeln


Wer das hier liest, stellt sich währenddessen am besten eine pathetische Hymne vor.
München unterdrückt die Freude in den Gesichtern. So viel Freundlichkeit die schon im Keim erstickt wird. Ob auf der Straße, im Bus, beim Einkaufen oder bei der Behörde fast überall fehlt das Lächeln in den Gesichtern. Die genervten Blicke und die ausdruckslosen Gesichter stecken alle an. Auch wenn ich mich über diese trostlose Stimmung aufrege, so ertappe ich mich immer wieder dabei, nicht viel besser zu sein als die ganzen Schmollnasen dieser Stadt. Die Leute sind schlecht drauf, weil sie früh aufstehen müssen, mittags, weil der Tag beschissen ist und abends, weil der Tag beschissen war und alle nur Nachhause wollen. Grimmige Gesichter überall und zu jeder Zeit. Das kann nicht glücklich machen! Ich selber mache fleißig mit. Warum? Ist alles wirklich so schlimm? Es kommt mir manchmal so vor, als stünden die Bewohner dieser Stadt in einem inoffiziellen Wettstreit darum, wer es am Schwersten hat. Wer kann noch unfreundlicher schauen und wer schafft es, am genervtesten den Bus zu betreten? Ein Ausbruch aus dem System der Grimmigkeit ist kaum möglich.

Aber ist das wirklich notwendig? Fragen wirs uns mal, ob es wirklich angemessen ist, mit so einer Fresse durch die Gegend zu laufen. Ich behaupte: Nein. Kein Tag kann so schlecht sein, dass man es nicht schafft auch mal zu lächeln. Müdigkeit hin oder her. Schlechter Tag schön und gut. Zum Genießen eines Tages braucht es nicht viel. Erster Schritt: Lächle! Lächle einfach wenn es dir nicht ganz übel geht. Und das ist häufiger der Fall als du denkst. Das Leben ist schön! Also schau gefälligst freundlich. Es ist unglaublich was ein Lächeln bewirken kann. Eine Tür aufhalten mit freundlichem Gesichtsausdruck, oder ein nettes Zunicken, wenn man einem Fahrradfahrer ausweicht, hat nichts mit Schleimerei zu tun, sondern kann das Leben nur einfacher machen.

Wer nicht lächelt, dem fällt es auch immer schwerer, sich zu freuen. Übrigens: beim Hochziehen der Mundwinkel werden im Gehirn Glückshormone ausgeschüttet. Nicht viele, und man kann sich auch nicht glücklich lächeln, aber es locker sehen, und das Leben unter den Stadtmenschen etwas verbessern. Ich bin der Letzte, der ein unechtes Lächeln von seinem Gegenüber fordern wird, wirklich. Aber wenn ich ein ehrliches kleines Lächeln geschenkt bekomme, gebe ich dieses gerne an den Nächsten weiter.

(Die pathetische Musik steigert sich nun ins Unermessliche:) Lasst uns eine Kettenreaktion von Freundlichkeit auslösen und diese Stadt sonniger, schöner machen. Erst München, dann Bayern, dann Deutschland und schließlich die ganze Welt. Nicht künstlich oder gespielt, sondern einfach deshalb, weil lächeln nicht weh tut und schön aussieht. Lasst uns gemeinsam anfangen, die Welt schöner zu machen. Für mehr Freude auf den Straßen und weniger Frust über den Tag!

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