Ich bin ja kein Rassist, aber halt schon

Ich hab mir Gedanken zu Rassismus gemacht. Diese sind weder umfassend noch beendet. Ich will sie trotzdem teilen. Rassismus ist Sache der Nazis. Dachte ich lange. Mich selbst betrifft das nicht. Von mir selbst zeichne ich gerne das Bild eines aufgeklärten, offenen und diskriminierungsfreien Menschen.Ich gehe auf Kundgebungen gegen die neuen und die alten Rechten. Ich wähle links oder grün. Ich arbeite als Sozialarbeiter viel mit Migranten. Ich habe zu tun mit Menschen, die sonst Ausgrenzung weiter lesen [...]

Der letzte seiner Art

Er ist einer meiner Lieblingsorte in München. Einer dieser Läden, von denen nur wenige wissen und ohne die es wahrscheinlich auch irgendwie weitergehen würde, gäbe es sie nicht. Und dennoch scheinen sie unverzichtbar für das Gefühl, gerne in München zu leben. Ich bin schon oft an ihm vorbeigefahren, ohne ihn zu bemerken. Selbst als ich ihn zum ersten Mal gezielt aufgesucht habe, hätte ich ihn fast verpasst. In der Landwehrstraße 12, zwischen einem ähnlich unscheinbaren Fachgeschäft weiter lesen [...]

Brevet – 400km von Berlin nach Berlin

Ich habe letztes Jahr schon einmal versucht, 400 Kilometer am Stück Rad zu fahren. Beim Brevet in München. (Brevet: Eine Langstrecken-Radfahrt, bei der eine bestimmte Strecke innerhalb eines bestimmten Zeitraums ohne fremde Hilfe zu fahren ist). Versucht heißt nicht geschafft. In den Bergen Österreichs, hinter dem (gefühlt) vierten Pass, nach einem Platzregen, einer vergessenen Regenjacke und akutem Schlafmangel, war morgens um 4 Uhr die Luft raus. Als dann auch noch ein Bahnhof an der weiter lesen [...]

Zwei Tausend 8 Zehn- Mein Rückblick 2018

Was war das nur für ein Jahr? Ein volles und ereignisreiches Jahr. Zumindest bei mir. Erlebnisse, Begegnungen,Veränderungen und noch mehr Erlebnisse.  All das Neue, das ich gelernt habe, all die Kilometer, die unter mir weggerollt sind. All die Orte und Menschen, die ich kennenlernen durfte. All die glückseligen und verzweifelten Momente. Ich werde einmal einen Blick auf die letzten 12 Monate werfen. Das ist immerhin so üblich am Ende eines Jahres. Das kann man allerdings auch an einem beliebigen weiter lesen [...]

Mit dem Rad nach Prag – leichtes Gepäck und schwere Beine

“Einfach machen”, lautet mein Mantra dieser Tage und so habe ich letztes Wochenende schnell die Kette geölt, den Schlafsack und die Isomatte verzurrt und das nötigste in den Packsack gestopft. Kein Zelt, kein Plan. Nur eine flink zusammengeklickte Route auf Komoot. Abenteuerzeit. weiter lesen [...]

Der innere Mönch

 

Zu meinem Geburtstag habe ich ein Bierbrauset bekommen. Eines mit dem Mann oder Frau, dem Design nach aber eher nur “Mann”, zuhause seine eigene Plörre brodeln kann. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Auch wenn ich nicht zu den großen Bierkennern und Spezialisten gehöre. Ich rieche nicht an Bieren.  Ich trinke sie ganz einfach.

Diese Leute gibt es ja. Die Leute, die sich Fachzeitschriften kaufen wie zum Beispiel die craft beer. Eine Zeitschrift, auf die die Welt jetzt nicht weiter lesen [...]

Candy B 2018 Teil 3 – Lehm und Wahnsinn

Was bisher geschah ... Um 4 Uhr morgens schafft der Wecker Tatsachen. Trotz Kälte ordnen wir etwas orientierungslos unsere Sachen zusammen. Sind ja nicht sehr viele. Rein in die kalten Socken, rein in die ewig nassen Schuhe, die schlammigen Überschuhe darüber, rein in das klamme Trikot. Alles ist nassn schlammig oder klamm. Nur die Stimmung ist gut. Besser als gestern kann es heute nur werden. 30 Minuten später stelle ich auf dem Rad sitzend fest, dass mein linker Schalthebel weiter lesen [...]