Saxofon

Das Geheimnis des Lebens fußt auf einigen wenigen Regeln. Wer diese Regeln kennt ist in der Lage die Welt besser zu verstehen. Im Folgenden werde ich einige dieser Regeln exklusiv offenbaren.

Das Saxofon soll wieder modern werden. Das hab ich in einem Onlinemagazin für Popmusik gelesen. Das heißt ich habe nur die Überschrift gelesen aus Ermangelung an weiterem Interesse. Wenn die Überschrift lautet: „das Saxofon kehrt zurück in die Popmusik“ dann denke ich mir, dass ich den Inhalt der Artikels nicht mehr zu lesen brauche, denn ich weiß ja schon worum es geht.

Genau so wie der Leser dieses Artikels anhand des Titels „Saxofon“ schon wissen wird worum dieser Text wohl nicht handeln wird. Ich werfe einmal Bespiele in den Raum von denen ich annehme an welche der Leser wohl nicht gedacht haben wird: Krötenwanderungen, Kernspaltung oder New York. Doch weit gefehlt! Es lohnt sich wieder einmal mehr als nur die Überschrift zu lesen, denn sehr wohl wird auch hier die Stadt mit Loch, wie Theese Uhlmann es einst ausdrückte, zur Sprache kommen. Ein nicht ganz schlüssiger Rückschluss – das gebe ich zu – doch nicht weniger interessant.

Manch einer wird sich innerlich jetzt sagen: „Oh wie spannend ! Wie kommt es denn hierzu? Was haben Saxofone mit dem großen Apfel zu tun? Ich bin gespannt wie ein… ein…“ sehr gespanntes Objekt. (Die Redewendung Flitzebogen ist mir zu abgedroschen, zumal ich nicht einmal weiß was einen Flitzebogen von einem handelsüblichen Sport- oder Winnetoubogen unterscheidet). Doch kommen wir endlich zur Antwort:

Wenn ich an Saxofon denke, denke ich in erster Linie an zwei Dinge: Weihnachten und Erotikfilme.

Kommen wir zunächst einmal zu letzterem: Das Saxofon ist bekanntermaßen im Verruf Das Porno-Instrument zu sein. Von Jugend wurde mir eingetrichtert: Schnauzbärte und Saxofonsoli gehören in die Sparte der Erwachsenenunterhaltung.  Doch ehrlich gesagt dieses Klischee passt nicht so richtig in meine Vorstellung der Welt. Warum möchte ich durch die weitere Assoziation erläutern:

Wenn ich an Saxofon denke dann denke ich auch Weinachten. (Wie bei den meisten Basinstrumenten) Wenn ich an Weinachten denke denke ich auch an Whoopie Goldberg. Immerhin hat die Schauspielerin in jedem dritten Weihnachtsfilm mitgespielt denn ich bin dato gesehen oder an den ich mich zumindest erinnern könnte. Mein Gedankliches Bild, welches sich bei dieser Assoziation auftut sieht folgendermaßen aus: Whoopie Goldberg schlendert durch die Straßen des New York (hört hört) der 90er Jahre während die ersten Schneeflocken vom Himmel purzeln. Die Schaufenster werden feierlich kitschig geschmückt und im Hintergrund läuft Weihnachtsmusik mit Saxofon.

Denn das Saxofon ist ein weihnachtliches Instrument. Das ist Fakt und damit auch eines der versprochenen Geheimnisse der Welt. Kein Instrument der Welt ist so explizit ein Weihnachtsinstrument wie das Saxofon. Nicht einmal die Kirchenglocke, wenn diese in diesem Wettstreit überhaupt konkurrenzfähig ist. So wirkt die Kirchenglocke, schnell und melodiös gespielt, zwar festlich aber meistens doch eher düster und melancholisch was viele Hard-gothik-mittelalter-sound-beispiele belegen.

Das ist meine erste Assoziation zum Saxofon. Daher kann ich mir auch keinen Reim bezüglich der Erotikfilme machen. Denn wenn ich an Whoopie Goldberg denke, dann denke ich weniger an etwas erotisches und das kommt auf keinen Fall daher, dass die gute Frau schwarz ist – Du lieber Himmel ich bin doch kein Rassist- sondern einfach daher das Whoopie Goldberg Whoopie Goldberg ist und auf Furzkissen steht. Woher ich das weiß? Das habe ich einmal in einem Interview mit ihr gesehen. Aber wo das war weiß ich jetzt nicht mehr.

Frohe Weinachten

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