Gesammelte Absurditäten

Schaufensterpuppe

Ich melde mich zurück! Ich bin wieder hier in meinem Revier.

Da mich heute kaum etwas aufregt das ausreichen würde um mit meiner Kritik einen eigenen Artikel zu füllen folgt in diesem Text eine Auflistung von Dingen die mich zumindest mal beschäftigen. Die Welt ist nämlich voll von Absurditäten. Voller Dinge die sich eigentlich selber widersprechen oder sich selbst erklären. dinge die sich ihrer Sache nach eigentlich selber abschaffen sollten. Ich möchte einige Beispiele nennen.

„Thempo runter – Schulanfang!“ Ein Transparent, gerne aufgehängt an Ortsanfängen und in Wohngebieten. Der Grund: Autofahrer die sich gerade noch mit 140 km/h auf der Landstraße bewegt haben sollen jetzt dazu angehalten werden ihr Tempo auf die erlaubten 50km/h zu drosseln. Aber warum der Hinweis auf den Schulanfang? Warum sich nur im September an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten und den Rest des Jahres wie gewohnt durch die Käffer sausen? Haben die Kinder bis November gelernt, dass sie gefälligst aufpassen müssen wenn sie über die Hauptstraße ihres Ortes rennen oder sind es die Autofahrer die sich durch den milden September zum schnellen Fahren animiert fühlen? Ich verstehe es nicht. Also liebe Autofahrer, bitte fahrt meine Schwester nicht um auch in der Mitte des Schuljahres und auch nicht in den Ferien. Danke soweit.

Nur schwer verstehen tu ich allerdings auch folgendes Phänomen. Wenn Menschen bei ihrem Lieblingsradiosender anrufen um einen Blitzer zu melden. Was bewegt die Menschen so etwas zu tun? Ist es Mitleid, Langeweile, Solidarität oder gar Hass? Antworten zu mir bitte!

Mein Humor wäre übrigens folgender: Beim Radiosender der Wahl anzurufen um durchzugeben wo auf keinen Fall ein Blitzer steht. Ich stelle mir das folgendermaßen vor:

übermäßig gut gelaunteModeratorin: „...das war‘s mit den Staumeldungen. Jetzt haben wir noch einen Blitzermelder in der Leitung, nämlich den Lars. Lars, du möchtest einen Blitzer melden, ist das richtig?“

Lars:„... Hallo liebes Radioteam! Ja liebe Moderatorin, das ist richtig. Ich wollt melden… dass , ich wollt nur melden, dass sich auf der Landstraße zwischen Lichterschwang und Kellerslohe kein Blitzer befindet, ich bin grad da lang gerauscht gwesen und da ist alles frei. Ihr könnt’s also fahren wie’s ihr wollt’…außerdem möcht ich meine Schw…„-Klick-

Irritierte aber immer noch fantastisch gelaunte Moderatorin: „Hähähä. Der Lars. Ein echter Spaßmacher. Wir wünschen ihnen allen eine gute Fahrt, fahren sie vorsichtig und kommen sie gut nach hause. Wir machen weiter mit dem perfekten Song für euren Feierabend.“

Es wird gespielt:  …♬ Here I go again on my own! ♪...

Was wäre das für für ein Spaß. Vor allem für das liebe Radioteam. Radiomoderatoren sind sowieso ein anderes Thema. Ein spezielles Volk. Menschen die privat womöglich einfach schrecklich nervige Menschen sind und nur dafür gut sind ihre schlecht gespielte Superlaune in die Welt zu sabbeln wenn sie vor einem Mikrofon sitzen.

„Du bist zu hässlich für‘s Fernsehen? Dann komm doch zu Radio.“ War einmal ein Spruch der mir hierzu einfällt. Ich stelle mir die Situation im Radiostudio im Nachmittagsprogramm schrecklich vor. Fasching das ganze Jahr. Mittlerweile zu dritt oder mindestens zu zweit sitzen die Quälgeister mit ihren „angenehmen“ Stimmen in gemütlich zusammen und lachen lauthals, ja schon hysterisch, über ihre kleinen Brüllerchen. Unterbrochen wird das Trauerspiel von Einspielern die dem Zuhörer noch einmal den Namen seines Lieblingssenders ins Gedächtnis rufen sollen. Wer nach 20 Jahren Dauerkonsum Radio keine Depressionen erleidet soll mir bitte das Geheimnis seines Glücks verraten damit ich ein Buch darüber schreiben und damit reich werden kann.

Ein Moderatorenpärchen ist für mich die Horrorvorstellung eines Gesprächspartners. Wer möchte sich auf einer Party oder bei einer Flasche Wein schon mit aufdringlich lustigen Menschen unterhalten, die sich gegenseitig gekonnt den „Ball zuspielen“ und sich schelmisch neckisch anbiedern ohne dabei vor Fremdscham platzen zu wollen?

Wo wir gerade bei Sachen sind die es zu meiden gilt: Weinrot gestrichene Wände (walweise durch Wischtechnik aufgetragen) oder Mosaike aus alten Spiegeln und Badezimmerfliesen. Das ist hässlich und war noch nie schön.

Außerdem: Kaffeetassen auf denen die Zutaten des Getränkes abgebildet und diverse Heisgetränke aufgelistet werden. Derartige Motive finden sich auch immer wieder gerne auf Servietten, Küchentellern oder auch auf Leinwänden die auf billige Kiefernholzrahmen gespannt wurden. Beim Erblicken solcher Gegenstände rufe ich alle Leser zur Flucht oder noch besser zum Vandalismus auf. Wenn wir wollen, dass unsere Welt schöner wird, dann sollten wir bei uns selbst anfangen. Dazu gehören auch unsere Einrichtungs- und Lifestylegegenstände.

Ich bitte außerdem zu unterlassen Facebookveranstaltungen auf der Pinnwand abzusagen. Ihr müsst euch weder rechtfertigen noch erzählen, dass ihr an dem gesagten Tag in Österreich oder bei eurer Mama beim Melken seid.
Weiter: Nur weil ihr euren Kaffe schwarz und ohne Zucker trinkt heißt das ihr besonders hart seid. Männlich und raubeinig übrigens ebenso wenig.

Ein letzter Punkt für heute bevor ich euch wieder in die Welt der Absurditäten und eurem Schicksal überlasse.  Bitte diskutiert beim Frühstückstisch nie mehr in meiner Anwesenheit über die korrekte Deklination von Nuttella. Das oder die Nuttella! Interessiert erstens keinen Schweini und außerdem werden solche Diskussionen nur von einfallslosen Menschen geführt und zu denen wollt ihr ja schließlich nicht dazugehören.

Ich liebe euch alle!

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