Der schleichende Tot einer Krankheit.

Schon immer pflegte ich eine Hassliebe zu diesem blauen sozialen Netzwerk, welches damals meine Alternative zu dem damals zu Grude gehenden grünen Netzwerk, den Lokalisten, war.

Genau das, was mich zum mich damals zum Wechsel bewegte muss ich mit Entsetzten jetzt auch beim Marktführer beobachten. Zu viel belanglose Kacke, die Mutation zu einer Werbeveranstaltung und die schreckliche Vorstellung davon zu bezahlen um das Netzwerk in vollen Zügen zu genießen. Tatsächlich ist es jetzt sogar auch auf Facebook soweit: Ich muss blechen. Das heißt ich könnte, wenn ich sicher stellen wollen würde, dass meine Beträge von allen gesehen werden, von denen ich mir das wünschen würde. Eine traurige Wahrheit. Eigentlich unglaublich.

Meiner Meinung nach ein fataler Fehler von Zuckerberg & Co. und für mich persönlich der entscheidende Tropfen der das Fass mit Pisse überlaufen lässt. Schon länger hat man uns über mitgespielt. Immer wieder haarsträubende Erkenntnisse über Datenraub oder die Einführung der Chronik die meinen Vorstellungen von Privatsphäre in so vielen Punkten widerspricht. Das alles hab ich noch bitter schlucken können. Doch jetzt klage ich an. Ich hab genug. Ich will nicht mehr mit der Vorstellung online sein lediglich als Datengeber oder als potenzielle Kaufkraft zu fungieren. Das Ideal des Web 2.0, das alle User die gleichen Möglichkeiten und Rechte haben ist dahin. Mündig hab ich mich schon lange nicht mehr gefühlt.

Ich werde niemals bereit sein für Interaktion in Internet zu bezahlen. Da schreibe ich lieber mails oder nehme eine höhere Telefonrechnung in Kauf.

Der Jammer ist nur der, dass es im Moment noch keine wirkliche Alternative gibt, die auch für meine Freunde, mit denen ich wirklich gerne im Kontakt bin attraktiv genug ist. Google+ fällt mir als erstes ein aber will ich wirklich dem nächsten Konzern alles an persönlichen Informationen in die Datenbank schütten?

Was ist das kleinere Übel? Sich weiterhin von Facebook für dumm verkaufen zu lassen oder es hinnehmen, dass die gute alte Zeit, als Facebook noch gemütlich und familiär war, wohl vorbei ist.

An alle Kleinunternehmer und Informatiker: Bitte! Die Zeit ist günstig für eine Erlösung. Dem der jetzt ein attraktive Alternativlösung bietet, dem räume ich große Chancen ein.

Wenn du auch über einen Ausstieg nachdenkst, eine Lösung oder auch nur eine Idee von einer Lösung weißt, dann lass es mich wissen. Es kann doch nicht so schwer sein, einen virtuellen Ort zu schaffen an dem ich ohne Frust mit meinen Freunden schreiben und ab und zu ein paar Bilder von mir herzeigen kann. Es darf ruhig einfach gehalten sein.

Ich danke und gratuliere jetzt schon im Voraus den schlauen Köpfen die den  Facebook-Nachfolger auf den Markt bringen. Wobei Markt hier hoffentlich nicht ganz treffend sein wird.

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