Der letzte Post dieses Jahr – Jahresrückblick

Jahresrückblicke kann man sich gerade zur Genüge reinziehen. Satirisch, politisch, persönlich oder für einen persönlich belanglos. Ich will lieber mitteilen, was ich mir zum Ende dieses Jahres so im Allgemeinen denke.

Als erstes denke ich, dass die Weihnachtszeit vor allem eines mit sich bringt: Das Wiedersehen von Menschen. Menschen deren letzte Begegnung so lange zurück liegt, dass man von einem Wiedersehen sprechen kann. Mein eigenes Gesicht sehe ich beispielsweise täglich immer wieder. Im Spiegel zum Beispiel. Trotzdem spreche ich dabei nicht von einem Wiedersehen. Wiedersehen kann man nur die Personen, die man sie länger nicht gesehen hat. Wie lange „länger“ ist, kann ich nicht sagen. Jedenfalls hab ich mich die letzten Tage, in meiner Heimatstadt, eigentlich durchgehend am Wiedersehen erfreut.

Wenn man so vielen Menschen erzählen soll, was gerade so bei einem im Busch ist, kommt fast das Gefühl auf, man würde den Rest des Jahres vollkommen isoliert zugebracht haben. Was natürlich Quatsch ist. Aber man könnte trotzdem sehr viel öfter in einen Zug steigen und einen Besuch denjenigen abstatten, die man scheinbar so sehr schätzt und die immer noch im gleichen Land leben.

Weiter denke ich mir, dass die Zeit zwischen heilig Abend und Neujahr, gar nicht wirklich die Zeit ist, in der man so krass viel essen muss. Wer satt ist darf auch aufhören. Das sieht mittlerweile auch meine Oma ein. Man isst in der Zeit nicht unbedingt besonders viel, sonder eher besonders gut. Mir ist diese Tage wieder aufgefallen, wie sehr man gutes Essen doch genießen kann. Das Gefühl, welches hier aufkeimt, ist das als würde man den Rest des Jahres nur den billigsten Mist in sich hinein schaufeln, was natürlich auch Quatsch ist.

Genau so wie das Gefühl, die Liebsten würden einen nicht genug bedeuten, wenn man nicht ein Monatsgehalt für hektisch zusammengesuchte Geschenke ausgegeben hat. Ist nur dann Quatsch, wenn man  auch den Rest des Jahres am meisten sich selber beschenkt. Kleine Genschenke erhalten die Freundschaft, sagt man so, macht man aber zu wenig.

Darum hab ich noch ein Geschenk für meine lieben treuen Leser: Ich hab in Fotoalben geblättert und dieses Bild gefunden. Es ist wohl, neben einem wichtigen Zeitdokument, vor allem eines: Der Beweis dafür, dass ich schon immer stilsicher, fröhlich, kamerageil und optimistisch gewesen bin. Es ist das schönste existierende Bild meiner Kindheit. Der Rest war dann doch sehr deprimierend und eigentlich nur in den Sinne positiv, dass heute nicht so ist wie damals. Liebe Grüße, bis nächstes Jahr

jobinski

2014-12-23 20.46.29

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