MuMi -Muttermilchprodukte

In der Milch ist so viel gutes. So will uns zumindest die Webung deutlich machen. Ich glaub das einfach mal.

Einer meiner Freunde hat jetzt ein Kind bekommen. Also er hat es nicht selber zur Welt gebracht. Er hatte aber eine wohl wichtige Rolle bei der Entstehung. Deshalb kann man sagen, dass es auch sein Kind ist. Jedenfalls dreht es sich bei unseren neusten Austauschen zunemend um Themen, die mir bislang fremd waren. Ich stelle fest, dass mir bei jedem Gespräch, das sich um neue kleine Menschen dreht, irgendwann die Puste ausgeht. Ich bin einfach zu weit weg von Kinderwagenherstellern, Schlafplänen, Drei-Monats-Koliken, Babybrei und waschbaren Windeln.

Mein neu gemachter Vaterfreund berichtete mir neulich, dass im Internet auf sogenannten Muttermilchbörsen Muttermilch zu Höchstpreisen verkauft wird. Das hat mich dann doch aufhorchen lassen. Auch wenn ich dachte, dass ich im Internet schon vieles gesehen habe, davon wusste ich noch nichts. Die Kunden solcher Seiten sind, so meine weitere Recherche, allerdings nicht nur Menschen, mit einem Säugling, den sie eben gerade ernähren sollen und wollen, denen aber die passende Brust dazu fehlt. Zu den Kunden solcher Seiten gehören auch Feinschmecker. Menschen, die sich ab und zu auch mal etwas besonderes gönnen und welche, die Qualität einer guten Muttermilch zu schätzen wissen. Parallel zur Muttermilch finden sich im Internet eine große Anzahl an Kochrezepten mit Muttermilch.

Ich hab da mal nachgesehen. Aus Interesse.  Vielleicht auch aus Voyeurismus. Herrlich! Einfach nur köstlich! Mein Lieblingsrezept ist übrigens MuMi-Griesbrei. Auch wenn ich nicht wirklich wissen will, wie das genau schmeckt, so bin ich dennoch irgendwie begeistert von dem Gedanken.

Während ich noch daran denke, wie ein Stück Muttermilchkäsekuchen wohl schmecken mag und ich mich frage ob Muttermilch eigendlich vegan ist.  Kommt mir eine Idee:

Wir leben in Zeiten, in den jedes Jahr irgendein anderes Getreide zum hippen „must eat“ der ernährungsbewussten Großstädtter empor gehoben wird. Bulgur ist gerade ganz weit vorne. Oder auch Quinoa. Unter Veganern wird statt der fast schon verpönten Sojamilch jetzt auch Mandelmilch und Hafermilch zum Kaffee gemischt. In diesen Zeiten ist die Welt bereit für ein Produktfeld, dass es so noch nicht gegeben hat. Muttermilchprodukte! Im großen Stil. Mit stylischer Verpackung und einer jungen naturverbundener Marke.

„MuMi! – Gutes aus der Nachbarschaft“

 Wenn es zu jedem Milchprodukt auch ein dazugehöriges veganes Pendant aus Sojamilch geben darf, warum gibt es nicht auch Muttermilch Jogurt? Was ist vorgefallen, dass noch kein einziger Muttermilcheisstand einen der  frozen yogurt Läden in der Innenstadt abgelöst hat, der vorher noch einen der tausend bubbletea Läden abgelöst hat.

Ich denke diesen sau dummen Gedanken weiter.  Immer mehr Produktideen fließen mir durch das Gehirn. Muttermilchbutter! Muttermilchkakao. Und das Beste: Muttermilchbuttermilch. Ein Produkt, das sich von selbst verkauft. Allein wegen des Namens.

Jetzt brauche ich nur noch eines: Muttermilch.  Sehr viel Muttermilch. Am besten Regional und fair gehandelt. Da stehen die Leute drauf. Keiner will  Muttermilch aus großen Muttermilchbetrieben. Wahrscheinlich, weil sich keiner vorstellen will wie die wohl ausehen würden. Da sind wir schon bei der „normalen“ Kuhmilch lieber blind.
Woher soll ich sie also nehmen? Meine regionale, saisonale und faire Muttermilch. Ich selber habe zwar Brüste, aber keine die man melken kann. Ich frage in meinem Freundeskreis herrum. Endlich, so zumindest mein Gefühl, kann ich bei den jungen Müttern mal mitreden. Endlich habe ich auch mal was beizutragen zu den ganzen neuen Gesprächsthemen. Doch was ich ernte ist keine Muttermuttermilch sondern entsetzte Blicke, Ohrfeigen und abgebrochene Freundschaften.

Auch mein Argument, das eigendlich immer zieht, zeigt keine Wirkung. Geld. Ich würde ja den ganzen Kindern aus meinem Freundeskreis nichts weg nehmen. Zumindest nicht langfristig. Das Geld, für die abgetretene Milch könnte heute schon für einen Führerschein angelegt werden. Oder eine Privatschule. Das wäre doch mehr als praktisch und vernünfitg. Die linke Brust ist für den Hunger zwinschendurch, die rechte für deine Zukunft meine Kleine.

Doch ich stehe mit meiner Geschäftsidee wohl alleine da. Im Internet will ich nicht fragen. Dort tummeln sich viel zu viele Menschen mit sonderbaren Interessen.

Einen anderen schwachsinnigen Text von mir gibt es seit heute auch zum anschauen im Internet. HIER nämlich.

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